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Home Brauchtum November
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Allerheiligen und Allerseelen

Das Allerheiligenfest ist der Gedächtnistag aller Heiligen. Bereits im 4. Jahrhundert feierte die christliche Gemeinschaft einen "Herrentag aller Heiligen" am 1. Sonntag nach Pfingsten. Allerdings geht die Geschichte des Allerheiligenfestes auf die Einweihung der Pantheonkirche in Rom zurück.  Das Pantheon wurde 27 v. Chr. in Rom als ein allen Göttern geweihter Tempel erbaut. Der Tempel hatte 80 n. Chr. gebrannt und wurde neu erbaut. Im Jahre 609 hatte Papst Bonifatius IV. das Pantheon zur christlichen Kirche "Sancta Maria ad Martyres" umfunktionert. Die Kirche wurde also der "Jungfrau Maria und allen anderen Heiligen" gewidmet. Bis 835 fand dieses Kirchweihfest zur Osterzeit statt. Papst Gregor IV. setzte das Fest dann auf den 1. November fest.  

Das Fest Allerseelen, am 2. November, ist als Gedenktag für alle Verstorbenen in der Kirche seit dem 11. Jahrhundert eingeführt. 

Nach altem Volksglauben kehren die Armen Seelen (die Seelen der Verstorbenen im Fegefeuer) am Allerseelentag oder in der darauf folgenden "Seelenwoche" - so wird der Zeitraum vom 1. bis 8. November bezeichnet - auch körperlich dorthin zurück, wo sie einst zu Hause waren. Damit die Armen Seelen auf der Erde nicht frieren müssen, ließ man Tag und Nacht das Herdfeuer brennen. Oft wurde in die doppelten Fenster ein Kerzerl gestellt, damit sie den Weg heimfinden. Und damit sie bei ihrem Kommen auch ihre leiblichen Bedürfnisse befriedigen können, stellte man ihnen früher "Seelenbrote" auf, die auch "Seelenzöpfe" und "Seelenwecken" genannt wurden. Dieses Seelengebäck wurde aus dunklem Roggenmehl hergestellt und hatte oft die Form eines Zopfes, denn nach alter Vorstellung hatte die Seele ihren Sitz in den Haaren. In manchen Gegenden brachte man zum Grab auch einen Laib Brot und hängte eine "Seelenbreze" an das Grabkreuz.  All diese Speisen, die den Seelen der Verstorbenen zugedacht waren, holten sich die Bedürftigen des Dorfes.  So half das Seelengebäck auch, die Not der Armen zu lindern.

Der Allerseelentag gehörte einst ganz dem Gedenken der verstorbenen Angehörigen. Um ihren Frieden nicht zu stören, wurden alle geräuschvollen Arbeiten unterlassen. Türen durften nicht zu schnell zugeschlagen werden, um die Toten nicht zu erschrecken oder zu verletzen. In diesen Tagen verzichtete man auch auf Vergnügungen jeglicher Art. Die Männer gingen nicht ins Wirtshaus, die Burschen nicht zu ihren Mädchen. An diesem Abend und an den folgenden Tagen der Seelenwoche wurde dann von der ganzen Familie kniend der Seelenrosenkranz gebetet. In der Stube brannten die Wachsstöckl - sie sollten den Armen Seelen im Fegefeuer zur Labsal sein, was auch die Gebetsbitte zum Ausdruck brachte: "Das ewige Licht leuchte ihnen".

Der Erinnerung an die Vergänglichkeit unseres Daseins dienten früher in manchen Orten Beinhäuser, in denen Tausende von Schädeln, viele bemalt und beschriftet, aufbewahrt wurden.  In Vergessenheit geraten sind auch die kleinen Seelennischen, die im Eingangsbereich vieler Kirchen angelegt wurden. In ihnen lagerten Totenschädel und Gebeine. Während der Sekularisation 1803 wurden diese Seelennischen und auch die Beinhäuser zumeist aufgelöst. In der Näheren Umgebung von Moosburg blieb nur eines in Niederhummel bis heute erhalten. Im Gegensatz dazu, dass viele anderen aufgelöst und beseitigt wurden, wurde dieses sogar 1804 noch renoviert.

Eine sichtbare Mahnung an das Sterben waren früher die Totenbretter, die man aufstellte. Auf sie legte man einst die Verstorbenen bis zur Beisetzung. Diese Bretter findet man noch da und dort an Wegen, bei Wegkreuzen, an Kirchenmauern, vor Scheunen und unter Bäumen. Nach dem Volksglauben soll ein Totenbrett möglichst bald verfallen, damit die Leidenszeit des Verstorbenen im Fegefeuer beendet wird und er seine Ruhe findet. Auch in der Hallertau waren diese Totenbretter noch bis in die 1960er Jahre zu finden. 

Eine ganz andere, uns heute nicht mehr verständliche Vorstellung spricht aus Totentanzdarstellungen, die im Mittelalter entstanden, in einer Zeit, als die Pest die Menschen heimsuchte. Die Bilder zeigen den Tod als Schnitter oder auch als Spielmann, der die Menschen, gleich welchen Standes, heimholt. Totentanzdarstellungen finden sich in Friedhofskapellen, in Karnern und an Friedhofsmauern. Im 17. Jahrhundert entstanden im bayerischen Raum bedeutende Totentanzdarstellungen, die bis in unsere Zeit erhalten sind. Große Verbreitung fand der Totentanz im niederbayerischen und Oberpfälzer Raum. Allerdings ist auch in Niederhummel noch so ein Bild vorhanden.

Heute hat sich Allerheiligen als Totengedenktag eingebürgert, an dem man beide Feste an einem Tag feiert. Die katholische Gemeinde zieht nach der heiligen Messe in einer Prozession zum Friedhof zum Gräbergang, auf dem die mit Kränzen, Blumen und Lichtern geschmückten Grabstätten gesegnet werden. Nach altem Brauch kommen an diesem Tag auch diejenigen zum Familiengrab, die fern von den verstorbenen Eltern und Verwandten leben, sich aber zur Familie gehörig fühlen. Auf dem Land besucht man aber auch am Allerseelentag die Gräber der verstorbenen Angehörigen und Freunde. 

In Moosburg wird am Vormittag des Allerheiligentages im Kastulusmünster ein Festgottesdienst gefeiert. Am Nachmittag kommen die Gläubigen nochmals zusammen, um am Friedhof für die Verstorbenen zu beten. Die Geistlichen der Stadt segnen die rund 2.600 Gräber und die Verstorbenen des vergangenen Jahres werden vorgelesen. Die Grabstätten werden mit Weihwasser besprengt, was an die Taufe erinnern soll. Gesprochene Gebete, Lesungen und Litaneien erinnern immer wieder an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens. Die Stadtkapelle spielt zwischen den Texten und Gebeten passende Stücke.  

 

Egelbert von Moosburg (Bischof von Freising)

Der selige Egilbert von Freising
geboren in Moosburg
gestorben am 4. November 1039 in Freising

Bischof von Freising
* in Moosburg an der Isar in Bayern
† 4. November 1039 in Freising in Bayern

Der edle Egilbert von Moosburg war Sohn des Grafen Adalbert von Moosburg und der Drusunda, Erbtochter des Chiemgaugrafen Aribo. Er war Vertrauter von Kaiser Heinrich II. (Heiliger Heinrich), wurde auch "Liebling Kaiser Heinrichs II." genannt und war Leiter dessen Kanzlei. Egilbert hatte als Kanzler weitreichenden politischen Einfluss. Er wurde Vizekanzler für Deutschland und Italien.

Als am 6. Mai 1005 Bischof Gottschalk von Freising starb, präsentierte Heinrich II. sofort seinen Kanzler als dessen Nachfolger (nicht ohne Widerstand des Freisinger Domklerus). So wurde Egilbert am 26. August 1005 zum Bischof von Freising ernannt. Auch als Bischof behielt Egilbert den engen Kontakt zur Reichspolitik. 

Bischof Egilberg, der erfahrene und zuverlässige Kanzler des Kaisers wurde 1026 mit der politischen Leitung des Herzogtums Bayern beauftragt. Er hatte großen Einfluss auf Heinrich II. und dessen Nachfolger Konrad II. und war von 1027 bis 1039 Erzieher und Ratgeber von Heinrich III., dem Sohn Konrads II. (Konrad der Ältere, römisch-deutscher Kaiser).

Er erwarb für das Bistum Freising umfangreiche Güter (in Niederösterreich, Steiermark und Kärnten), übertrug der Freisinger Kirche Besitz unter anderem zu Haselbach, Schweinersdorf, Thulbach, Aiglsdorf, Viecht, Freundsbach, Burgharting. 1021 gründete er das Benediktinerkloster Weihenstephan. 1027 konnte er die Abtei Moosburg wieder gewinnen. Er gilt als der Gründer des Chorherrenstiftes Moosburg. Auch an der Erneuerung des Klosters Benediktbeuern ist Egilbert mitbeteilt. Egilbert förderte ebenso die Freisinger Dombibliothek.

 

Heiliger Leonhard

Sankt Leonhard - Schutzpatron der Gefangenen und des Viehs, besonders der Pferde - am 6. November

Nach geschichtlich nicht ganz gesicherten Quellen wurde Leonhard um das Jahr 500 in Frankreich als Sohn einer fränkischen Adelsfamlie geboren. Er besuchte die Domschule und wurde zum Priester geweiht. Als man ihm das Bischofsamt anbot, zog er sich als Mönch in eine Kloster zurück. Und als man ihn zum Abt machen wollte, floh er in die Einsamkeit der Ardennen. Legenden berichten uns von der Hilfe, die Gefangenen auf die Fürbitte des Heiligen zuteil wurde. Er setzte sich für Hilfsbedürftige und Gefangene ein und erreichte für viele die Freilassung. So wurde er zu einem Helfer und Patron aller, die in Ketten liegen. Auf Abbildungen ist er daher immer mit einer Kette abgebildet. So unsicher wie seine Geburtszeit ist auch sein Sterbedatum. Nach der Legende soll es der 6. November des Jahres 559 gewesen sein. Seine letzte Ruhestätte fand der Heilige in der Kirche seines Klosters in den Ardennen. Zum Dank für erlangte Hilfe brachten Pilger zahllose Opfergaben aus Eisen zu seinen Kirchen und Kapellen: Hufeisen, Schellen, Tierfiguren, Pflugscharen und immer wieder Ketten. Die Verehrung des Kettenheiligen als Schutzherr der Gefangenen war viele Jahrhunderte hindurch ungebrochen. Seine heutige Wertschätzung genießt Sankt Leonhard als Patron des Viehs, besonders der Pferde. Der Wechsel vom Gefangenen- zum Viehpatron geht bis auf das 17. Jahrhundert zurück. Wahrscheinlich wurde die Gefangenenkette vor 300 Jahren als Viehkette gedeutet, zumal sich der Bauer stehts gegen alle Krankheiten im Stall einen zuverlässigen Schutzherrn suchte.

Aus dem großen Vertrauen für den Heiligen mit der Kette ist der Brauch entstanden, an seinem Namenstag mit Pferden zu einer Leonhardikapelle zu ziehen, die sogenannten Leonardiritte. Die Pferde mit kunstvoll geflochtenen Mähnen und Schweifen, mit Bändern und Blumen geschmückt. Die Männer und Frauen in ihren Trachten sitzen auf verzierten Zwei-, Vier- und Mehrspännern. Es wird eine Messe gehalten und die Pferde werden gesegnet. Dieser Segen soll Krankheit und Gefahr von den Tieren abwenden.

 

Sankt Martin

Der Martinitag am 11. November ist einem der frühesten Heiligen der lateinischen Kirche gewidmet - der Heilige Martin.

Der Heilige wurde um das Jahr 316 als Sohn einer römischen Tribunen in Ungarn geboren und trat schon mit 15 Jahren in das kaiserliche Reiterregiment ein. Zum Offizier befördert, wurde er nach Gallien in die Stadt Amiens versetzt. Dort kam es auch zu der legendären Begegnung mit dem frierenden Bettler. Bei dieser Begegnung, auf einem Schimmel reitend, schnitt er mit dem Schwert seinen Offiziersmantel entzwei und gab eine Hälfte dem frierenden Mann. Nach diesem Erlebnis empfing Martin mit 18 Jahren die Taufe und quittierte kurzerhand den Soldatendienst. Er wurde Schüler des Hilarius und ein leidenschaftlicher Verfechter des christlichen Glaubens. Martin führte ein asketisches Leben und linderte nach Kräften die Not der Armen. Wegen seiner Beliebtheit wählte man ihn 371  zum Bischof von Tours. Während einer Missionsreise starb er am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours beigesetzt. Viele Berufsstände erwählten ihn zu ihrem Schutzpatron, so die Soldaten, Reiter und Bettler, die Tuchmacher und Hirten.

Dieser Tag wird von den Kindern freudig erwartet, denn es werden "Martinsmännchen", Gebildbrote aus Hefeteig, verteilt. Außerdem ziehen sie bei einbrechender Dunkelheit mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen. Dazu werden Martinslieder gesungen, von denen viele erst in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Ein Reiter im Mantel begleitet sie. Die Martinsumzüge, die heute fester Bestandteil des bayerischen Brauchtums sind, haben sich aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg bei uns eingebürgert. Sie kamen mit den Heimatvertriebenen, vor allem mit den Schlesiern, zu uns.

Die Erwachsenen denken bei Sankt Martin zunächst an die Martinsgans, die an diesem Tag auf den Tisch kommt. Der Legende nach hat das den Hintergrund, dass die Gänse den Mönch mit lautem Geschnatter verrieten, als er sich versteckt hielt, um nicht zum Bischof gewählt zu werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber hängt dieser Brauch der Martinsgans eher damit zusammen, dass in den Novembertagen Jahrhunderte hindurch die Bauern den Pachtzins zu zahlen hatten. Zur Pachtsumme hinzu mussten die Bauern ihrem Pachtherrn, einem Kloster oder einer Kirche, vereinbarungsgemäß auch ein paar fette Gänse abliefern. Um Martini wurde aber auch der Abschluss der Feldarbeiten mit einem Ernte- und Schlachtfest gefeiert, bei dem vor dem bevorstehenden Adventsfasten noch einmal herzlich geschmaust werden konnte. Ein Gänsebraten durfte dabei ebenso wenig fehlen wie der noch junge "Martiniwein".

Bei den Bauern galt der Martinitag stets als wichtiger Lostag für die Witterung des nahen Winters. So hielt man sich z. B. an folgende Wetterregeln:

Bringt Sankt Martin Sonnenschein,
tritt ein kalter Winter ein.

Wie Sankt Martin führt sich ein
soll zumeist der Winter sein.
 

  

Volkstrauertag

Der Volkstrauertag wird als nationaler Trauertag für die Toten aus Kriegen und Gewaltherrschaften begangen. Er dient vor allem dem Gedenken an die Opfer der beiden großen Weltkriege.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg regte der Volksbund an, einen nationalen Trauertag einzurichten. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 rief der "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" zum Gedenken der Opfer des Ersten Weltkrieges auf. 1934 nannte die nationalsozialistische Regierung ihn in "Heldengedenktag" um und stellte nicht mehr die Trauer, sondern die Heldenverehrung in den Mittelpunkt. Seit 1948 wird der Tag wieder zum Gedenken der Opfer begangen und seit 1952 am zweiten Sonntag vor dem Ersten Advent mit dem feierlichen Niederlegen von Kränzen, Andachten und Ansprachen gestaltet.

In Moosburg gibt es zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Terror einen Fackelzug. Treffpunkt ist vor dem Kolpingheim, von dort aus wird zum Kriegerdenkmal auf dem Plan gegangen. Anschließend gibt es dort eine schöne Gedenkfeier. 

 

Buß- und Bettag

Der Tag der Besinnung, Buße und Einkehr, der in der evangelischen Kirche gefeiert wird, hat einen staatlichen und religiösen Ursprung. Im Römischen Reich sollte ein Sühnetag die Götter in Kriegs- und Krisenzeiten gnädig stimmen. Den Brauch griffen die deutschen Länder im 16. und 17. Jahrhundert auf. 1852 und 1878 schlug die Eisenacher Konferenz einen einheitlichen Termin mit dem Mittwoch vor dem letzten Sonntag nach Trinitatis vor. Während der Naziherrschaft ließ der Reichskanzler den Bußtag auf einen Sonntag verlegen, wodurch der Feiertag abgeschafft wurde. Die deutsche Bundesregierung setzte 1981 den Buß- und Bettag in der gesamten Bundesrepublik als Feiertag am 21. November erneut ein. 1995 wurde dieser dann zugunsten der Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern bis auf Sachsen schließlich "eingespart".

    

Heilige Katharina

Die Heilige Katharina - Gedenktag am 25. November

Katharina ist eine legendäre Gestalt, sie wurde erst ab dem 10. Jahrhundert überliefert. In ihrer Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Zunächst entstand die Leidensgeschichte, die starke Verbreitung erfuhr; von ihr ausgehend erfolgte dann weitere Ausschmückung und im 12. bis 15. Jahrhundert wachsende Legendenbildung.

Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Als der Sohn des Kaisers die schöne, hochgebildete und unermesslich reiche Frau heiraten wollte, sah diese in einem Spiegel, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entspreche. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesuskind ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

Katharina ist eine legendäre Gestalt, sie wurde erst ab dem 10. Jahrhundert überliefert. In ihrer Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Zunächst entstand die Leidensgeschichte, die starke Verbreitung erfuhr; von ihr ausgehend erfolgte dann weitere Ausschmückung und im 12. bis 15. Jahrhundert wachsende Legendenbildung.

Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Als der Sohn des Kaisers die schöne, hochgebildete und unermesslich reiche Frau heiraten wollte, sah diese in einem Spiegel, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entspreche. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesuskind ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

Katharina ist eine legendäre Gestalt, sie wurde erst ab dem 10. Jahrhundert überliefert. In ihrer Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Zunächst entstand die Leidensgeschichte, die starke Verbreitung erfuhr; von ihr ausgehend erfolgte dann weitere Ausschmückung und im 12. bis 15. Jahrhundert wachsende Legendenbildung.

Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Als der Sohn des Kaisers die schöne, hochgebildete und unermesslich reiche Frau heiraten wollte, sah diese in einem Spiegel, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entspreche. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesuskind ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

Katharina ist eine legendäre Gestalt, sie wurde erst ab dem 10. Jahrhundert überliefert. In ihrer Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Zunächst entstand die Leidensgeschichte, die starke Verbreitung erfuhr; von ihr ausgehend erfolgte dann weitere Ausschmückung und im 12. bis 15. Jahrhundert wachsende Legendenbildung.

Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Als der Sohn des Kaisers die schöne, hochgebildete und unermesslich reiche Frau heiraten wollte, sah diese in einem Spiegel, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entspreche. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesuskind ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

In Katharinas Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Der Sohn des Kaisers wollte die schöne, hochgebildete und unermesslich reiche Frau heiraten. Doch ihr entsprach der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesuskind ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

Katharina reiste nach Alexandria. Als der römische Kaiser Maxentius heidnische Opfer auch von den Christen verlangte, intervenierte sie und fragte, warum der Kaiser nicht seinem Aberglaube abschwöre und sich zu Christus bekenne. Der Kaiser verlangte auch von ihr das Götzenopfer. Katharina weigerte sich und bestand darauf, ihr Recht und ihre besseren Argumente in einer Diskussion zu beweisen. Der Kaiser lud die 50 besten heidnischen Philosophen ein und sie obsiegte nicht nur spielend das Rededuell, sondern bekehrte sie auch noch alle zum Christentum. Der Kaiser übergab jene dem Scheiterhaufen. Nun bot er selbst Katharina die Ehe an; sie weigerte sich, worauf der Kaiser sie ins Gefängnis werfen ließ. Schließlich sollte Katharina gerädert und gevierteilt werden, doch die Räder brachen. Wenig später ließ er Katharina enthaupten. Der Legende nach trugen Engel ihren Leib auf den Berg Sinai, wo der spätere Kaiser Justinian um 550 ein Kloster errichten ließ, das nach ihr benannt wurde.

Der Sarkophag mit dem angeblichen Leichnam Katharinas befindet sich in diesem Kloster auf dem Berg Sinai. Der älteste schriftliche Hinweis auf Katharina findet sich in einem Passional von 840. Im 11. Jahrhundert erschien ihr Name in einigen griechischen Heiligenverzeichnissen. Ihre Verehrung verbreiteten vor allem die Kreuzritter. Im 13. und 14. Jahrhundert erwählten viele Zünfte die Heilige Katharina zu ihrer Patronin. Im 15. Jahrhundert zählte man sie mit den beiden Heiligen Barbara und Margareta zu den vierzehn Nothelfern, genannt die "drei heiligen Madln". Viele, die sich "gerädert" fühlen, sehen in ihr eine mächtige Fürsprecherin. 

Im Volksmund heißt es:
Katl mit'm Radl
und:
Kathrein stellt den Tanz ein (bedeutet das Ende der Tanzfreuden, denn ab diesem Tag wird bis Weihnachten nicht mehr getanzt) 

 

Totensonntag

Der Totensonntag ist das evangelische Gegenstück zu Allerseelen, dem katholischen Fest, an dem der Verstorbenen gedacht wird. Am letzten Sonntag des Kirchenjahres begehen die Gläubigen der evangelischen Kirchen diesen allgemeinen Feiertag, indem sie Gottesdienste feiern und die Friedhöfe besuchen.

 

Bauernregeln:

Friert im November zeitig das Wasser,
dann ist's im Januar umso nasser.

Je mehr Schnee im November fällt,
umso fruchtbarer wird das Feld.

 

 

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